FINMA bestätigt - ICO ist nicht gleich ICO

Am 16. Februar 2018 publizierte die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) eine Wegleitung zur regulatorischen Behandlung von Initial Coin Offerings (ICO). Die Wegleitung gibt interessierten Marktteilnehmern (Unternehmen oder Privatpersonen, die einen ICO planen oder in Erwägung ziehen) Hinweise, wie die FINMA entsprechende Unterstellungsanfragen behandelt.

Spannend ist zudem, dass die FINMA eine Klassifizierung für ICOs und die dabei ausgegebenen Tokens festhält. Sie unterscheidet zwischen Zahlungs-, Nutzungs- und Anlage-Token. Eine genaue Abgrenzung bleibt gemäss Walder Wyss jedoch schwierig (Quelle: Walder Wyss - in Englisch). Die Anwaltskanzlei erklärt zudem, dass diese Handhabung eine Art Vorbewilligungs-Anforderung durch die FINMA darstellt. Die Abwicklung eines ICOs ohne Vorabklärungen mit der FINMA bleibe heikel, wenn der herausgegebene Token nicht diskussionslos einer der FINMA-Kategorien zugeordnet werden kann.

Zusammenfassend bestätigt die Wegleitung, dass die FINMA die wirtschaftliche Funktion eines neuen Tokens/Coins im Einzelfall beurteilt. Es werden in der Wegleitung keine neuen Regeln eingeführt, sondern lediglich darauf hingewiesen, dass die bestehenden Regelwerke (u.a. Geldwäschereigesetz, Finanzmarktinfrastrukturgesetz, Börsengesetz, Bankengesetz) analog zu traditionellen Instrumenten angewendet werden. Die FINMA schafft mit dieser Wegleitung Transparenz für die interessierten Marktteilnehmer und nimmt somit eine Vorreiterrolle ein. Dies trägt dazu bei, dass die Schweiz auch künftig ein attraktiver Standort für ICOs bleibt.

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